Doppelsieg beim Après-Tour-Jedermannrennen in Gera

Ein Profirennen mit den drei Tour-de-France-Protagonisten André Greipel, John Degenkolb und Simon Geschke in der Heimatstadt unseres Teams mit anschließendem Jedermannrennen auf dem selben Kurs und über die selbe Distanz wie die Profis – der 01.08. war ein Pflichttermin für unser Team, das mit Torsten, Micha, Jörg, Maik, Rigo, Frank Hässelbarth, Frank Jäger und Thomas Weitzmann am Start stand. Neben den Jenatec-Teamfarben war vor allem das Team ILB-Graakjaer präsent. Sie hatten sogar neun Fahrer am Start. Zudem waren natürlich die starken Jedermann-Einzelfahrer wie der GCC-Seriensieger Sandro Kühmel (RSG Muldental Grimma), der aktuell führende Fahrer der Jedermann-Champions-Wertung Zoltan Senczyszyn (RK Endspurt 09 Cottbus) sowie einige starke Fahrer u.a. vom OSC Cyclingteam Potsdam und den Picardellics aus Dresden zu beachten. Mit insgesamt 60 Startern der AK Elite, Ü40 und Ü50 wurde das Feld der Jedermänner kurz nach dem Profirennen durch einen infernalischen Kanonenböller auf die Reise geschickt. Die Straßen waren dicht von Zuschauern gesäumt – eine gute Rennatmosphäre, die natürlich auch dem Profirennen, den eingelagerten Show-acts, der Innenstadt-Location, aber auch der exzellenten Organisation dieser Veranstaltung zu verdanken war.

Zu Rennbeginn wollten sich Sportlergruppen vorn herausfahrend dem zahlreich anwesenden Publikum präsentieren. Dies sorgte für ein durchaus rasantes 44er-Tempo auf den ersten 12 von 50 Rennrunden, bei dem mal ILB-Graakjaer, mal das Graakjaer-Triathlon-Team und natürlich auch oft unsere Fahrer an der Spitze liegend die an Start/Ziel aufgebaute Zuschauertribühne passierten. Danach sank zwar das Grundtempo leicht ab, dafür begannen aber die ersten Attacken. Nahezu in jeden Vorstoß bekamen wir einen oder mehrere Fahrer hinein. Wenn dem mal nicht so war, spannte sich das komplette Team vors Feld und ließ den Ausreißern keine Chance. Dabei machten insbesondere Maik, Frank Jäger und Rigo ordentlich Tempo und zeigten unser Trikot auch bei vielen Zieldurchfahrten an der Rennspitze! Ab Rennmitte nahmen die Attacken an Schärfe zu und alle Favoriten mischten mit. Zoltan Senczyszyn, der besonders aktiv fuhr, schaffte in dieser Phase zusammen mit unserem Torsten und Robert Köhler (ILB Graakjaer) mal einen aussichtsreichen Vorstoß, aber Sandro Kühmel, der mit unserem Micha an seinem Hinterrad die Lücke übersprang, motivierte das Feld nochmals zu einer Reaktion. Einige Fahrer (mal Truntschka von den Picardellics, mal unser Jörg, mal wieder Senczyszyn) zogen nochmal kurz drüber, wurden aber alsbald wieder gestellt.

Als das Feld bei den Nachsetzaktionen immer zäher reagierte, stapfte unser Micha 13 Runden vor Schluss mal versuchsweise los. Das Feld versuchte zwar, ihn in den nächsten 2-3 Runden wieder einzufangen, konnte aber das Loch nicht ganz schließen. Dann schaute man sich im Feld an und die Nachführarbeit brach zusammen – Micha kam so tatsächlich vorn weg und baute mit einer Tempofahrt in den folgenden Runden den Vorsprung rasch auf bis zu einer Minute aus. Die Stimmung im Zielbereich nahm jetzt ebenfalls Fahrt auf, da sich die Rennentscheidung anbahnte. Erst in den letzten drei Runden wurde das mittlerweile auf etwa 20 Fahrer verkleinerte Feld wieder munter – zu spät, um unseren tempofesten Micha noch abzufangen: er gewann das Rennen als Solist. Unser Torsten konnte sich zur Zielanfahrt auch noch gut in Position bringen. Trockener Antritt, heran und wenig später auch vorbei an den vorausfahrenden Senczyszyn und Sebastian Geuthner (Triathlon Merseburg) machte Torsten den Doppelsieg perfekt. Den Sprint des Restfeldes sicherten sich Jörg und Maik, die mit Gesamträngen 5 und 6 in ihren Altersklassen die jeweils 2. Plätze belegten, alle Teamfahrer kamen unter die 26 gewerteten Fahrer.

Insgesamt konnten wir so eine geschlossene und erfolgreiche Mannschaftsleistung in Gera abliefern. Beim ‘Apres-Tour’-Jedermannrennen haben die Masters am Ende den Jungen und ungestümen Fahrern das Nachsehen gegeben! Es war hart, schnell und gut – eine hervorragende Werbung für den Radrennsport in Gera. Danke allen Fahrern, Betreuern und denen, die uns die Daumen gedrückt haben.

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