Nordisches Doppel in Ascheffel und Nortorf

Zu Fünft machte sich das Jenatec-Biehler-Masters-Team am Freitag auf in den hohen Norden, wo traditionell zum Saisonbeginn in Ascheffel und Nortorf gut besetzte Felder am Start stehen. Nach dem tollen gemeinsamen Trainingslager auf Mallorca wurde es nun also ernst. Die gute Stimmung aus dem “Urlaub” sollte mitgenommen und möglichst noch gesteigert werden. Die Zimmeraufteilung im Hotel war dann auch gleich klar. Die Masters 3 (Frank Hässelbarth und Maik Beer) bezogen das eine Zimmer und die Jungspunde (Michael Schaefer, Jörg Pacher und Michael Kopf) das Zweite. Die erfahrenen Athleten mussten dem Quereinsteiger natürlich vorab in der Theorie mit den Feinheiten der Rennen, den Strecken und der Teamtaktik vertraut machen, da waren sie also schonmal reichlich beschäftigt.

In Ascheffel waren dann zuerst die Masters 3 am Start. Dort tat Frank Hässelbarth genau das, was gemeinsam vorher erarbeitet worden war. Er wartete auf seine Chance den Punch auszupacken. Ausgesprochen erfolgreich tat er das und musste am Ende nach harter Attacke nur die Toppsprinter der Szene passieren lassen und kam auf Platz 3 ins Ziel! Maik wurde im Zieleinlauf leider durch einen Kontakt an seinem Lenker zu Fall gebracht. Zum Glück nur leichte Prellungen und Abschürfungen! Bei den Masters 2 war der Start ziemlich nervös und es gab zahllose Versuche, eine Gruppe zu installieren. Gemeinsam hatte unser Team die Situation gut im Griff und brachte in jede Gruppe einen oder zwei Fahrer. In der zweiten Runde gelang Micha K. dann der Sprung in die entscheidende Gruppe des Tages, während Micha S. und Jörg hinten die offensive Fahrweise ihres Kollegen auszubügeln hatten und das Feld im Griff halten mussten. Dort hatten sie jede Menge zu tun, denn die Gruppe vorn kreiste mit nur 20-60 s Vorsprung um den Kurs. In der letzten Runde wurde die Spitzengruppe dann über die wellige Strecke immer weiter ausgedünnt. Im Finale musste sich Micha K. dann der Übermacht des Biehler-Masterteams beugen und wurde im Sprint hinter Renzo Wernicke und Enrico Viohl Dritter. Micha S. fuhr im Sprint des Feldes trotz des harten Jobs Dank einer Anfahrt durch Jörg noch auf den 10. Gesamtrang. Danach wurde gemeinsam beim ortsansässigen Griechen gespeist. Um die sportliche Leitung nicht zu irritieren wird die Menge des verköstigten griechischen Nationalgetränkes an dieser Stelle ausgespart.

Am Sonntag waren wieder die Masters 3 als erstes dran. Maik war leider noch angeschlagen und verzichtete auf einen Start – gute Besserung! Frank fuhr direkt seine zweite top-10-Platzierung ein und konnte im Finale auf Platz 8 sprinten! Bei den Masters 2 gelang es durch Einsatz des Teams erneut in der Spitzengruppe des Tages vertreten zu sein. Hierfür war vorab ein gutes Stück Arbeit zu leisten, da der windige Kurs zur üblichen Startphase das seinige tat. Micha K. war schlussendlich in der Gruppe vertreten, sowie fast alle vorab gehandelten Hochkaräter. Die Teams schienen zufrieden mit der Situation und so konnte die Gruppe ihren Vorsprung schnell auf ein stabiles Maß ausbauen. Um die taktischen Schwächen im Sprint nicht noch einmal vorzutragen, entschied sich Micha 20 km vor dem Ziel für die “alles-oder-nichts-Taktik”. Angriff im Gegenwind und dann eine halbe Stunde Einzelzeitfahren bis zum Zielstrich. Der erste Saisonsieg fürs Team war damit eingefahren! Micha S. und Jörg fuhren mit dem Hauptfeld auf den Plätzen 21 und 26 ins Ziel. Zitat vor der gut gelaunten Heimreise: “Wir sind hier schon mit schlechteren Ergebnissen abgereist!” Die gute Vorbereitung hat sich also ausgezahlt und lässt auf eine tolle Saison hoffen!

Insbesondere in Nortorf gab es einige bittere Stürze von Masters-Kollegen anderer Teams, die im B/C-Rennen der Elite fuhren. Allen die es dort erwischt hat wünschen wir gute Besserung und eine schnelle Genesung.