Scan-Haus-Cup in Marlow mit Podestplatz und Rennsieg

Der Scan-Haus-Cup in Marlow stand in diesem Jahr unter windigen Vorzeichen. Pünktlich vor dem Start des schweren Innerortsrennens setzte leichter Regen ein, der aber zum Glück rasch weitergeweht wurde. Die 30 Runden zum grob gepflasterten Zielberg mit Prämiensprints bei Runden 5, 15 und 25 sind eine besondere Hausforderung. Wir hatten uns auf eine aktive Fahrweise verständigt. Schnell wurde auf eine Gruppe aus zunächst 9 Fahrern ausgesiebt, von denen am Ende auch 7 Fahrer bis zum Ziel zusammenblieben. In dieser 7er-Gruppe waren wir mit drei Fahrern vertreten: Torsten und beide Michas. Torsten punktete zwischendurch bei zwei Prämienwertungen, während Micha Kopf am Hügel mehrfach attackierte. Der sehr aufmerksam fahrende Stefan Danowski (Hamburg), aber auch ein starker Auftritt von Mike Herold verhinderten, dass unser Micha vorn wegkam. So kam es nach Überrundung des restlichen Feldes zur gemeinsamen Zielankunft, bei der Torsten gut positioniert war und hinter dem enormen Antritt von Andreas Huth (Bürstner Dümo) und dem starken Sprinter Mike Herold (Rockefeller) den dritten Podiumsplatz, Micha Kopf gleich dahinter den vierten Platz erringen konnte. Micha Schaefer war mit dem 7. Platz der Schließer der Spitzengruppe und Jörg kam auf Platz 13 ins Ziel.

Am folgenden Tag bleib die Nässe aus, dafür aber pfiff ein kräftiger Westwind mit Böen bis zu 50 km/h übers Land. Da der Wind die Berge des Norddeutschen sind, konnte man sich trotz des vorwiegend flachen Straßenrennkurses südlich von Marlow auf ein hartes Rennen gefasst machen – und wir wollten es auch hart machen! Vom Start weg nach vorn orierntierend fuhren wir das Feld durch den Wald in die erste Windkante, die dann auch gleich aufgezogen wurde. Die folgende Mitwindgerade mit bis zu 60 km/h und vor allem der noch offener dem Seitenwind ausgesetzte Rückweg des vier Mal zu durchfahrenden Außenkurses brachten auch kaum Erleichterung. Da das Feld in der ersten Runde noch nicht dezimiert werden konnte, wurde in der zweiten Runde nochmal eine Schippe draufgepackt. Aktiv mit dabei waren neben Torsten, Jörg und beiden Michas die Rockefeller-Fahrer (unter anderem Michael “Zippe” Zippan und Stefan Meier), aber auch Andreas Huth und Enrico Viohl (Biehler-Mastersteam). Nun ging es mit einem 43,5er-Schnitt um das Sturmdreieck – im Mitwind bei 65 km/h. Das ergab zwar wiederum nur wenig Selektion, aber es zog wohl doch schon das eine oder andere Korn, denn in der dritten Runde kam es endlich zum entscheidenden Gruppen-Split, an einer Welle ausgelöst durch eine Verschärfung von Micha Schaefer. Unsere beiden Michas konnten sich mit den beiden Vortages-Zweitplatzierten Mike Herold und Andreas Huth etwas absetzen und in der folgenden Windkante den Vorsprung auf das Feld vergrößern, von dem nur noch Enrico “Paule” Viohl mit dem polnischen Fahrer Adrian Jach zur Spitze heranspringen konnte. Die Gruppe “lief” und erarbeitete sich auf der Schlussrunde durch gleichmäßig flotte Fahrt einen Vorsprung von über einer Minute. Das Geplänkel vor der Zielanfahrt wurde von Micha S. beendet, der erneut eine Attacke setzte, die aber bis zur entscheidenden Zielkurve von der Konkurrenz wieder zugefahren wurde. Den Bergaufsprint eröffnete Enrico Viohl. Micha Kopf konnte das Hinterrad halten und auf den letzten gepflasterten Metern sogar noch an Viohl vorbei zum Rennsieg sprinten. Andreas Huth holte sich den dritten Podestplatz, mit dem er sich um einen Punkt vor Micha Kopf die Omniums-Wertung um den Cup sichern konnte. Micha Schaefer kam auf Platz 6, Torsten und Jörg im Feld auf 12 und 30. Thomas Ertl sammelte im Feld wichtige Rennkilometer.

 Marlow_07  Marlow_10

Weitere Bilder sind beim Veranstalter zu finden:
1. Renntag
2. Renntag

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