ScanHaus Cup Marlow – Gesamtsieg durch Micha Kopf!

In diesem Jahr blies der Wind in Sturmstärke von der Ostsee her und die kühlen Temperaturen um 5 Grad waren eher unangenehm zum Radeln. An die Küste gereist waren die beiden Michas, Neuling Hendrik sowie Jörg und Torsten. Das Rundstreckenrennen in Marlow am ersten Tag ist ja wegen seiner Höhenmeter schon anspruchsvoll – der Wind verfing sich zum Glück etwas zwischen den Häusern. Fertig los – und schon fuhr Markus Swassek aus Ruhpolding (vermutlich der Sportler mit der weitesten Anreise) in einer Startattacke los. Es dauerte keine drei der zu fahrenden 30 Runden und schon hatte sich eine Gruppe mit starken Fahrern gebildet. Von uns dabei war Micha Kopf, der ja in diesem Jahr schon mehrere Rennen gewann. Das Feld zersplitterte zusehends und die Spitzengruppe mit fünf Fahrern entfernte sich immer mehr. In dieser waren neben Markus Swassek mit Matthias Sterly und Andreas Huth zwei Fahrer vom Team Biehler Ur-Krostitzer, die damit einen taktischen Vorteil hatten. Auch in der Gruppe war Juniorfahrer Domenic Karrasch aus Hamburg, Sohn von Mastersfahrer Robert Karrasch. Die Juniorenfahrer durften das Rennen gemeinsam mit den Masters bestreiten. Unser Micha fuhr aktiv, versuchte sich mehrfach mit Tempoverschärfungen am Berg, die Gruppe blieb jedoch zusammen. In den letzten Runden setzte der Juniorenfahrer nochmal eine Tempoverschärfung und konnte die vier Masters distanzieren. Letztendlich gewann er das Rennen und holte sogar in der letzten Runde das stark dezimierte Feld mit unseren vier anderen Fahrern ein. Hinter Matthias Sterly wurde Micha Kopf Dritter und erreichte damit den nächsten Podestplatz in der noch jungen Saison. Den ansteigenden Zielspurt des Feldes gewann unser Hendrik vor dem Spreewaldsieger Renzo Wernicke – starke Leistung unseres neuen Fahrers, der ja von der Küste stammt. Einpacken und warm anziehen und schon ging es zu unserem Quartier in Dierhagen. Gemeinsam erlebten wir dann den Sonnenuntergang beim Abendessen im Strandrestaurant mit unseren Frauen. Etwas Romantik hinter Glas.

Am Sonntag stand das Straßenrennen über vier Runden und 61 km auf dem Programm. Der Wind hatte Sturmstärke und so war klar dass es heute viele Kilometer auf schmaler Straßenkante geben wird. Schon in der ersten Runde war das der Fall. Einige erwischte es schon hier und sie verloren den Anschluß. Micha Schaefer, Jörg und Torsten unterstützen unsere beiden Leader im Feld, wobei das Rennen für Jörg durch technischen Defekt schon in der ersten Rennrunde zu Ende war. In der dritten Runde entstand eine Gruppe mit Micha Kopf und Hendrik auf der Windkante. Die Gruppe war aber zu groß und lief nicht homogen, so das nach einer halben Runde das Feld wieder aufschloss. In der letzten Runde griff an gleiche Stelle unser Micha Kopf nochmal an und es folgten Michael Zippan und Renzo Wernicke, und später Markus Swassek mit Denny Schewe. Micha fuhr hier die meiste Führung und die Gruppe entfernte sich vom Feld mit Sterly, der erneut den Sprung in die Gruppe verpasst hatte. Durch starke Nachführarbeit von zwei polnischen Fahren kam das Feld in Marlow nochmal sehr nahe heran, Micha drückte jedoch vorn gehörig auf Gas. In der Zielkurve noch hinter Schewe und Wernicke liegend, spurtete er sicher an beiden vorbei und gewann das Rennen! Damit gewann er auch die Gesamtwertung über beide Tage vor Swassek und Sterly. Im Spurt des Feldes musste unser Hendrik nur Maik Herold vorbeilassen, einen ehemaligen Gewinner dieses Rennens.

Mit dem Gesamtsieg und den Podestplatzierungen war das Marlow-Wochenende noch erfolgreicher als vor einem Jahr. Das Team hat gut zusammengearbeitet und trotz Sturm war die Ostsee auch für unsere Frauen wieder eine Reise wert.

Titelfoto: Frank Schuster